Das Empfinden beim Einreiten von Jährlingen im Januar 2006

Oh du mein sanftes Wesen, einst voll von Grazie und Anmut
Voller Lebensfreude, Neugier und schwungvollen Bewegungen,
wo ist das leuchten deiner Augen, das stolze Tragen des Kopfes?
Dein Anblick lässt meine Seele erstarren,
deine Schmerzen und Aengste werden auch zu meinen.
Obwohl ich auf dir sitze, wir uns spüren, ist jeder von uns einsam.
Bitte fürchte dich nicht vor meinen Händen, auch wenn sie im Moment kälter sind als sonst.
Hab keine Angst vor meinen Augen, auch wenn du fürchtest in meinen Tränen zu ertrinken.
Erschrick nicht ab meiner Stimme, auch wenn du ihr nicht trauen kannst.
Oh du mein sanftes Wesen, unsere Sprache ist stumm, obwohl wir beide innerlich schreien.
Die Kälte der Menschen hat deine Schmetterlinge des Sommers getötet.

Doch da ist eine Hoffnung in meinen Augen, eine Hoffnung an der ich arbeite, die ich niemals vergebe.
Ich will uns aus den Fesseln der Einsamkeit befreien.
Den Schatten deiner Aengste mit den Füssen treten,
die Scherben deiner zerbrochenen Seele entfernen.
Ich will wieder mit einem Lächeln ins Leben mit euch Pferden erwachen.

 
Das Gedicht stammt aus der Feder eines ehemaligen Schülers
bei seiner Tätigkeit als Arbeitsreiter in einem Rennstall.
   
Ein junges unerfahrenes Pferd ist wie ein Blatt Papier das noch nicht beschrieben ist.
 
Das junge Pferd weiss nicht um was es im Leben geht oder was man von ihm erwartet. Es ist sehr wichtig - insbesondere bei jungen Pferden - niemals die Nerven zu verlieren. Man zerstört so eine Menge vom VERTRAUEN, welches man gerade angefangen hat aufzubauen.

Jedes Pferd wird ein bestimmtes Niveau erreichen, wo es sich am wohlsten fühlt - nicht jedes Pferd kann ein Leistungspferd und Superstar werden.
Die Aufgabe des Ausbilders liegt darin, herauszufinden was für ein bestimmtes Pferd eine angenehme und lohnende Aufgabe ist.
 
   
 
 
 
Das Bild sagt mehr als Worte .....